Endlich klettern …

Thunder Bay

In Thunder Bay begrüsst uns ein kalter Wind und der Campingplatz, den uns der Mensch in der Touristinformation empfiehlt, ist noch geschlossen. Wir finden einen Anderen, teureren wo wir für eine Nacht bleiben und uns endlich über erste Klettermöglichkeiten in Kanada informieren können. Und wir können duschen und sind für einmal wieder alle einigermassen sauber.

Tatsächlich befinden sich in Thunder Bay eine grosse Kletterszene und wir wollen am nächsten Tag versuchen zu versuchen, einen Klettergarten zu finden. Die Adresse des Kletterladens ist gespeichert und wir sind voller Zuversicht, da eine passende Karte zu finden. Also geht es am Montag los: Nur leider (wie könnte es auch anders sein,) sind alle Läden geschlossen, es ist Victorias Day. Also fahren wir auf gut Glück und hoffen, die bereits gesammelten Informationen reichen fürs Erste. Der Tag ist wunderbar, und die Kletterei auch. Und da sich für den nächsten Tag die Sonne auch noch mal melden will, entscheiden wir uns eine weitere Nacht in Thunder Bay zu verbringen. Befragungen von anderen Kletternden zeigen, dass sich an der Grenze zum Sleeping Giant Provincial Park, am Pass Lake ein Klettergarten befindet, der uns und unseren Anfroderungen bezüglich Schwierigkeit der Kletterei, Zugangswegen und Spielmöglichkeiten für die Kinder, entsprechen könnte. Dankeschön nochmals für diese super Empfehlung!

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Der sich in der Nähe befindende Campingplatz hat bereits geschlossen, es wird immer später um noch einen einigermassen netten Platz zu finden und die Nerven liegen langsam blank (ja für alle die denken es sei alles immer wunderbar und nett und fröhlich und überhaupt kein Stress beim Reisen in einem Van, hier die erschütternde Wahrheit: NEIN! Und erst recht nicht mit Kindern – bald auch nachzulesen in unserer neuen Rubrik «Bemerknisse»), sehen wir plötzlich ein Schild: «RV Sides, all Visitors and all Vehiculs are welcome.Und so verschlägt es uns auf diesen Campingplatz, der von zwei älteren Menschen betrieben wird, zwar sind die Sanitären Anlagen etc. auch veraltet. Aber wir kriegen einen wunderschönen Platz direkt am kleinen See, den wir zwar nicht sehr geniessen können, aber es ist wenigstens ruhig.

 

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Für den nächsten Tag ist geplant am Morgen klettern zu gehen und uns am späteren Nachmittag aufzumachen nach Winnipeg. Die Kletterei ist wunderschön und wir geniessen die Zeit da sehr. Deshalb für alle Kletternden: Thunder Bay hat wunderbare Möglichkeiten dazu!

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Veröffentlicht und geschrieben von Nadine, auch wenn da Marcel steht…

Wir arbeiten daran …

High Falls Route Wawa – Thunder Bay

Die High Falls Route in der Nähe von Wawa, sollte eigentlich an einen «High Fall» führen. Wir fahren zwar vergeblich, finden aber trotzdem einen einigermassen angenehmen Platz und erst noch ganz einsam.

Wir entscheiden uns am nächsten Morgen, diese High Falls doch noch zu suchen, und finden Sie schlussendlich. Denn der Plan ist, sich etwas zu bewegen damit wir die spätere Autofahrt gut verkraften. Der kleine Wanderweg windet sich über Stock und Stein und folgt dem Fluss Richtung Silver Falls. Wir entscheiden uns nach etwa zwei Kilometern wieder zurück zu laufen (sechs Kilometer wären doch etwas zeitraubend wenn die Kinder dabei sind). Zudem müssen wir noch einzukaufen (mal wieder) und wollen dann Richtung Thunder Bay losfahren, um irgendwo auf einem Rastplatz Abend zu essen und die Kinder Bettfertig zu machen und dann noch weiter zu fahren und auf einem weiteren Rastplatz zu übernachten.

Nachdem Abendessen an einem Rastplatz mit Aussicht über den Lake Superior, fahren wir weiter direkt in einen Sonnenuntergang der kitschigsten Sorte. Und der Rastplatz auf der Zielgeraden nach Thunder Bay, auf dem wir schlussendlich übernachten, bleibt ruhig.

Veröffentlicht und geschrieben von Nadine, auch wenn da Marcel steht…

Noch mehr …

Lake Superior Provincial Park

Der grösste Süsswassersee der Welt, ist in seinen Dimensionen unglaublich. Er erscheint beim Betrachten wie ein Meer und logischerweise, gibt es auch unberechenbare Winde und Strömungen.

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Ein letztes Mal verbingen wir eine Nacht in einem Provincial Park in Ontario, entscheiden uns aber, diese bei einem See zu verbringen, wo wir am nächsten Tag erneut eine kleine Paddeltour machen wollen. Wunderschöner Sonnenschein begrüsst uns und wir verbringen einen netten Tag auf dem Mijinemugshing Lake. Am späteren Nachmittag wollen wir weiter Richtung Thunder Bay.

Veröffentlicht und geschrieben von Nadine, auch wenn da Marcel steht…

Weiter, weiter, immer weiter …

Zwischen Blind River und Iron Bridge – Sault Ste. Marie und die Tage in Sault

Den Morgen des nächsten Tages verbringen wir spielend, arbeitend, Haare waschend und geniessend da. Nun, es ist wirklich ein schöner Platz und die Kinder können sich im Sand austoben.

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Irgendwann mittags fahren wir dann weiter Richtung Sault, wo wir einen grossen Park mit Spielplatz finden und einen netten Nachmittag verbringen. Einen Übernachtungsplatz finden wir am Pier, ganz in der Nähe der Brücke, die in die Vereinigten Staaten von Amerika führt.

Am nächsten Tag geht Marcel früh morgens nochmals arbeiten (Tim Hortens eignet sich wunderbar dafür, da die Getränke nicht sonderlich teuer sind und immer Free Wifi verfügbar ist. Naja, wohl unbezahlte Werbung nennt sich das nun.) Auch Wäsche muss gewaschen werden, wir müssen einkaufen und besorgen uns eine kanadische SIM Karte. Natürlich vergeht die Zeit viel zu schnell und wir verbringen den Nachmittag wieder im Park mit dem grossen Spielplatz um dann abends zurück auf dem Pier eine weitere Nacht zu verbringen. Am Morgen versuche ich noch den Blog auf den neusten Stand zu bringen, worin ich aber kläglich scheitere und so geht es weiter Richtung Lake Superior.

Veröffentlicht und geschrieben von Nadine, auch wenn da Marcel steht…

Viele Nachträge … Und keine Zeit …

Somewhere

Killarney Provincial Park
Ontario
Canada
2019

Rosseau – Killarney Provinicial Park – Ankunft und 1. Nacht

Die restliche Fahrt ist angenehm zu bewältigen, zieht sich aber trotzdem hin. Im Park angekommen, wo wir fast noch das Park Office verpassen, buchen wir einen Platz für zwei Nächte. Das System in diesen Parks ist oftmals so, dass wenn ein Highway hindurchführt und Mensch irgendwo anhalten will, eine Fahrzeugpauschale bezahlt werden muss. Wenn Mensch einen Platz auf einem Campingplatz haben möchte, je nach Saison ist dies auch gar nicht möglich, kann dieser bezahlt werden und die Fahrzeugpauschale ist inbegriffen. Zudem können Backcountry Plätze bezahlt werden, welche nur zu Fuss oder auch per Kanu erreicht werden können, bei denen aber das Fahrzeug auch inbegriffen ist. Wir erkunden den Campingplatz und des Abends werde ich wunderbar bekocht.

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Killarney Provinicial Park – Tag 1 und 2. Nacht

Wir machen uns auf, einen 4km langen Day Hike zu machen, den Cranberry Bog. Schlussendlich werden aus diesen vier Kilometern zwar fast fünf, weil sich der Beginn des Trails am anderen Ende des Campingplatzes befindet. Als wir fast beim Start sind, hält ein Auto an und die sich darin befindende Dame klärt uns darüber auf, dass sich am Ende der Strasse eine Bärin mit ihren Jungen aufhält. Marcel will mit den Kindern unbedingt zum Anfang des Trails und ich verpasse leider die Chance, kurz allein einen Blick auf die Bären zu werfen.

Für diejenigen, die nun Dinge denken wie: „Zum Glück!“ oder: „Das wäre ja auch fahrlässig gewesen!“  Ja, für mit den Kindern denke ich das auch, denn wir wissen nicht, wie sie sich in solchen Momenten verhalten. ABER: Entgegen der allgemeinen Meinung, dass sich Bärinnen, wenn sie Junge dabei hätten agressiv gegen alle und Jeden verhalten, greifen Schwarzbärinnen nur extrem selten Menschen an und dies nur, wenn sie eine Bedrohung für ihre Jungen sehen. Richtiges Verhalten schützt vor solchen Angriffen. Ich muss noch klar zu stellen, dass ich hier spezifisch von Schwarzbären spreche und nicht von Bären im Allgemeinen. Und deshalb bereue ich auch, dass ich nicht alleine einen Blick auf die Bären geworfen habe. Und nun zurück zu unserer Wanderung…

Auf etwa halber Strecke überqueren wir einen Biberdamm, es ist unglaublich was diese Tiere bauen und leisten. Wir geniessen die schönen Passagen, vorbei an Seen, Sümpfen und Moorlandschaften und vereinzelten Felsen. Der Weg führt oft auch durch den Wald und so können wir immerhin einen Specht nach erstem Hören, auch noch kurz erblicken. Und so kehren wir wieder zu unserem Campingplatz zurück, wo Hügette steht.

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Wir fahren nach Killarney um da noch Dinge einzukaufen und einen Blick auf die Georgian Bay zu werfen. Sogar einen Leuchtturm hat es da und wie so üblich, muss ich dahin gehen und diesen sehen. Die Lighttower Road, trennt einen kleinen See, der sich ruhig und glatt zeigt, von der riesigen Georgian Bay die Wellen wift und unruhig ist. Für mich war es das erste Mal, dass ich so einen grossen See (ja ich weiss, der Lake Superior ist noch grösser und überhaupt, ist die Gerogian Bay nur klein und winzig im Hinblick auf all diese reisigen Seen drum herum) nicht nur vom Flugzeug aus betrachten konnte. Schön ist es, ausser die vielen kleinen Mücken, die in Nasenlöcher und Mund fliegen, wenn nicht alles verschlossen oder hinter einem Halstuch versteckt ist. Es ging wieder zurück zum Campingplatz, um da eine zweite Nacht zu verbringen.

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Killarney Provinicial Park – Tag 2 und 3. Nacht

Am nächsten Morgen entscheiden wir uns, eine zweitägige Paddeltour zu machen. Wir bezahlen also so einen Backcountry Campsite inkl. Fahrzeugparkplatz. Und nachdem wir endlich alles gepackt haben, geht es dann auch los.

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Für uns, wie auch für die Kinder, ist es eine Premiere. Zwar hatten wir letztes Jahr eine zwei-Tages-Tour in Norwegen gemacht, diese aber zu Fuss und mit einem ausgeliehenen Zelt. Aber wirklich unser Faltboot zu beladen und eine Nacht auf einem Platz irgendwo, einsam am Ufer eines Sees zu verbringen, ist etwas ganz anderes. Bei diesen Plätzen gilt das Prinzip first come, first serve. Die Möglichkeiten für mehrtägige und wahrscheinlich auch wunderschönen Paddeltouren in diesen Provencial Parks sind enorm. Und wir werden diese hoffentlich irgendwann noch vermehrt nutzen können. Wir erkunden vom Kanu aus, die bestehenden Plätze und entscheiden uns für einen, umgeben von und etwas Felsen (und nein, diese waren nicht wirklich zum Klettern geeignet und zudem hätten wir auch gar kein Material dafür mitgenommen) in einer kleinen Bucht.

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Das Zelt wird aufgestellt, alles installiert, gespielt, erkundet, und irgendwann dann gekocht, gegessen und die Kinder ins Bett gebracht. Da auch hier wieder Bären kommen könnten, müssen wir natürlich alles hoch genug in einen Baum hängen und auch Zahnpasta etc. dürfen nicht im Zelt sein. Der See zeigt sich spiegelglatt.

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Wir entscheiden uns auch langsam schlafen zu gehen. Endlich warm im Schlafsack eingepack (die Kinder schlafen im Innenzelt, wir im Eingangsbereich, mit Zeltboden und einem kleinen Mückennetz das wir über die Matten und uns spannen können), fast schon eingeschlafen, läuft mir plötzlich etwas über den Kopf. Ich sage zu Marcel: «Mir ist eine Maus über den Kopf gelaufen.» Er so: «Innen oder Aussen? Ach das war doch sicher ein Käfer.» «Nein, das war ganz sicher eine Maus.» (Und nein, ich habe nicht Angst vor Mäusen, aber im Innern meines Schlafsackes hätte ich sie trotzdem nicht gewollt.) Ich höre wieder etwas über den Zeltboden tapsen und leuchte mit der Stirnlampe Richtung der Schritte und siehe da: Eine kleine herzige Waldmaus guckt uns mit grossen Augen an. (Geht das überhaupt?) Nachdem wir die Eingänge in unser Netz nochmals gesichert hatten, fand die Maus wohl mehr Interesse daran, Marcel ständig aufzuwecken als mich, denn mich liess sie nach dieser ersten Begehung in Ruhe. Schlafen können wir trotzdem beide nicht sehr gut, aber auch das Zeltschlafen braucht eine gewissen Eingewöhnung.IMG_4714 2

 

Killarney Provinicial Park Abreise – Übernachtung zwischen Blind River und Iron Bridge

Die Wettervorhersage meldet Regen und wir machen uns am Morgen bald auf, das Zelt zusammen zu räumen und danach in Ruhe zu frühstücken. Kurz vor Abfahrt beginnt es dann tatsächlich noch an zu regnen und wir paddeln rasch und zügig wieder zum Ausgangspunkt. Da packen wir die restlichen Dinge zusammen und begeben uns erneut auf den weiteren Weg Richtung Westen.

Es folgt nicht viel mehr als eine relativ unbeschwerte Autofahrt, mit Kindern die irgendwann ungeduldig werden, einer stinkenden Stadt (nicht Sudbury), die das Abwasser ihrer Fabrik in den Fluss leitet, und einem wunderschönen Platz, der eigentlich nicht für overnight parking offen ist. Da wir immer noch eher früh in der Saison sind, übernachten wir trotzdem da.

Veröffentlicht und geschrieben von Nadine, auch wenn da Marcel steht…

Übernachtung am Highway 60 – Algonquin Provinicial Park

lrg_can00565Highway 60 – Algonquin Provincial Park

Algonquin Provincial Park
Ontario
Canada
2019

Nach dem wir die Nacht auf dem Highway 60 irgendwo in einer Ortschaft verbracht hatten, fuhren wir morgens weiter um den restlichen Tag im Algonquin Provincial Park zu verbringen und da dann wirklich noch den Geburtstag zu feiern.

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Zwar hatten wir auch da nicht wirklich Glück, den im Reiseführer versprochenen Elch zu sehen (nur ich habe kurz einen gesehen, da war er auch schon wieder weg). Aber wir konnten die Zeit extrem geniessen und machten uns nach einer Nacht weiter auf den Weg (weil ein Gewitter im Anzug war und wir deshalb leider keine Wanderung machen konnten).

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Algonquin Provincial Park – Rosseau

Wir entschieden uns, auch dem Killarney Provincial Park einen Besuch abzustatten und da dann wenigstens zwei Nächte zu bleiben. Wie wir uns mittlerweile gewöhnt sind, müssen wir einige Kilometer bewältigen und stranden schlussendlich in Roussou für die nächste Übernachtung.

 

Lac Témiscouata – Québec – über Saine-Brigide-d’Iverville – Trois-Pistoles – Ecoumins – Les Bergeronnes und Sainte-Anne-de-Beaupré – mit Übernachtung am Highway 60

Am Morgen dann, hatte ein Mensch von der Strasse aus gesehen, dass die Beiden feststecken und so fand die Rettungsaktion ohne uns statt und wir konnten ruhig in die nächste Etappe starten.

Das Wetter zeigte sich wechselhaft und nach langer Fahrt ohne Besonderheiten (ausser dass wir von Rivière-du-Loup endlich Blick auf den Sankt Lorenz Strom hatten), trafen wir in Quebec ein. Eigentlich wollten wir uns die Stadt ansehen, aber Erstens: haben wir uns zu wenig Zeit genommen und Zweitens: hatten wir drei Kinder, die nicht gross Lust hatten im Regen durch eine Stadt zu laufen. Also fuhren wir weiter und übernachteten auf einem Rastplatz auf dem Highway 20 zwischen Quebec und Saint-Hyacinthe, von wo aus wir am Morgen noch die Letzten Kilometer bis nach Sainte-Brigide-d’Iberville unter die Räder nahmen und irgendwann zur Mittagszeit, endlich bei der Tante von Marcel anzukommen.

Die Tage in Sainte-Brigide-d’Iberville (20. April – 3. Mai 2019)

In Sainte-Brigide-d’Iberville verbrachten wir wunderbare Tage. Wir wurden enorm verwöhnt und die Kinder und ich lernten einen Teil der Familie von Marcel kennen und lieben, den wir bisher noch nicht kannten. Zudem konnten wir uns alle Zeit der Welt nehmen, um unsere Hügette aufzupeppen und Dinge neu zu installieren oder renovieren die im Verlauf unserer bisherigen Zeit mit ihr gelitten haben. Die Tage vergingen rasend schnell und wir genossen die Zeit sehr.

📷 gemacht von Yasmin

Und das Unglaubliche ist geschehen während der Zeit da: Einen einzigen Anruf einer quebec-französisch-sprechenden Person und unser Gepäck wurde innerhalb von 36 Stunden geliefert. Noch als wir unterwegs waren nach Sainte-Brigide, wurde uns mitgeteilt, dass die Fluggesellschaft versucht hatte unser Gepäck an die Adresse in Halifax zu liefern am 17. April (wohlgemerkt, nachdem wir ihnen mehr als einmal mitgeteilt hatten, dass wir ab dem 16. April nicht mehr da wohnen würden und wir noch am Tag unserer Abreise aus Halifax, extra zum Flughafen gefahren sind, um die Adresse in Sainte-Brigide-d’Iberville mitzuteilen und sicherzustellen, dass es nun wirklich dahin geliefert würde). Wunderbar glücklich sind wir darüber, dass es doch noch zum Vorschein kam.

Auch die Ausflüge in der Umgebung genossen wir sehr. So gingen wir mit einer der Cousinen nach Granby in den Parc Natural und auf einen Spielplatz. Oder mit der anderen Cousine und der Tante gingen wir auf den Mont-Saint-Grégoire der gerade mal 251 Meter hoch ist, für uns mehr ein Hügel als ein Mont. Und an einem Tag, an dem wir Kinderfrei hatten, weil unsere Kinder von Tante und Cousine betreut wurden, konnten wir noch Geburtstagsgeschenke einkaufen und durften Nachmittags nach Bromont in das Balnea Spa (unbezahlte Werbung) um die letzten Stunden zu Zweit zu geniessen für eine sehr lange Zeit. Deshalb und noch einmal: Merci tausend für Alles ihr Lieben, es war sehr schön bei euch!

Sainte-Brigide-d’Iberville – Trois-Pistoles

Nach der schönen Zeit auf der Farm machten wir uns nach dem Abendessen auf den Weg. Um 18.30 fuhren wir los Richtung Sankt-Lorenz-Strom und kamen irgendwann um elf Uhr abends in Trois-Pistoles an, wo wir die Nacht auf dem Kai verbrachten.

Trois-Pistoles – Escoumins

Der Morgen begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein. Da wir nicht wussten, ob zu dieser Jahreszeit überhaupt schon eine Fähre nach Escoumins fährt, mussten wir uns erstmals informieren. Irgendein Mensch hatte wohl bei der Fährgesellschaft angerufen und wusste, dass um 13.00 Uhr eine Fähre fahren sollte. Deshalb gingen wir im Dorf einkaufen und waren pünktlich zur Fähreinfahrt wieder am Kai. Die Fahrt dauert 90 Minuten und es war tatsächlich die erste Fahrt der Saison.

In Escoumins wollten wir erstmal unser Faltboot auf kanadischen Gewässern testen und übernachteten dann auch gleich da.

Escoumins – Les Bergeronnes

Nächsten Tags war der Plan auf einem Campingplatz zu übernachten an den ich wunderbare Erinnerungen aus meiner Teenagerzeit hatte. Damals sahen wir während unserem Aufenthalt am Sankt-Lorenz-Strom haufenweise Wale und diese Erinnerungen sind für mich etwas vom Beeindruckendsten was ich jemals erlebt habe, wohl deshalb wollte ich auch unbedingt wieder dahin. Leider ist Anfang Mai doch etwas früh und die allermeisten Campingplätze haben noch geschlossen, so auch jener auf dem wir damals waren. Und die Wale sind zu dieser Jahreszeit auch noch nicht wirklich anwesend. In der Nähe fanden wir dann doch einen Platz, an dem sich die Kinder austoben und wir auch noch eine kleine Kanufahrt unternehmen konnten. Leider aber hat sich kein Wal gezeigt, auch wenn ich von Weitem mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Belugawal gesehen habe. Der Nachmittag und der Abend waren trotzdem wunderschön, auch wenn ich sehr traurig bin, dass ich diese unglaubliche Erfahrung nicht mit meinen Kindern teilen konnte. Aber es besteht noch Hoffnung, wer weiss vielleicht gelingt uns ja in Vancouver noch solchen Tieren zu begegnen.

Les Bergeronnes – Sainte-Anne-de-Beaupré

Hoffnungsvoll fahren wir nächsten Tags weiter und wenn wir nicht neues Gas (um unsere Standheizung zu betreiben und für das Kochen) benötigt hätten, wären wir definitiv in der Baie des Rochers übernachtet. Wunderschön und idyllisch ist es da und bei Ebbe kann Mensch auf die kleine vorstehende Insel laufen. Ein Wenig trauern wir dem Platz schon nach, weil es hätte wunderschön sein können, auch um die Gegend mit dem Kanu zu erkunden. Aber was nützt ein hätte, wenn es doch nicht zu ändern ist? Und so fuhren wir weiter, zunehmend frustriert, aber hoffnungsvoll auf Baie-Saint-Paul. Aber auch da war nichts, nichts was uns als Alternative oder überhaupt zum Übernachten möglich erschien. Mehr und mehr frustriert (ja es ist beim Reisen, vorallem mit Kindern, auch nicht alles nur immer Eitel Sonnenschein), ging es so Richtung Quebec, denn das eigentliche Ziel, war am Geburtstag unserer Kinder einen schönen Platz zu haben wo wir ein zwei Nächte sein konnten. Irgenwann schon fast bei Quebec, sehen wir ein paar Camper und halten an. Marcel geht auf Tour und findet ein Rentnerehepaar, dass da dauerhaft lebt. Diese sind extrem erfreut, dass da einer kommt und sie erst noch besucht und promt rufen Sie den Besitzer des Campingplatzes an. Dieser kommt und wir bekommen einen Platz direkt am Strom. Etwas Besseres hätte uns in dieser Situation nicht passieren können. Immerhin und gute Nacht.

Sainte-Anne-de-Beaupré – Übernachtung am Highway 60

Den ganzen Morgen über sind wir in Sainte-Anne-de Beaupré geblieben, haben gespielt gearbeitet und geplant und nun geht es an jenen Ort an dem wir mehrere Tage bleiben können. Naja, geklappt hat das zwar nicht, aber den Geburtstag der Kinder konnten wir trotzdem wunderbar feiern.

Bay of Fundy – Cap-de-Saint-Louis

Bay of Fundy – Cap-de-Saint-Louis

Cap-de-Saint-Louis
New Brunswick
Canada
2019

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Nächsten Tags ging es weiter und wir fuhren Richtung Sankt-Lorenz Strom, das Schlussendliche Ziel, war am Ostersamstag bei der Tante von Marcel zu sein, wo wir Hügette noch richtig bereit machen wollten. Wegen Beziehungstechnischen-kommunikationsfehlern (was für ein schönes Wort) dachte ich, wir müssten den Sankt-Lorenz-Strom, (wo ich unbedingt hinwollte) noch vorher abklappern und steuerte uns deshalb Richtung Atlantikküste um von da dann weiter nach Norden zu fahren. Es stellte sich dann heraus, dass wir wohl abgemacht hatten, dies nach unseren Tagen auf der Farm zu erledigen, mit mehr Ruhe und Zufriedenheit. So oder so, landeten wir also wegen diesen Beziehungstechnischenkommunikations-fehlern schlussendlich am Cap-de-Saint-Louis, wo wir haufenweise Abfall sammelten und den Nachmittag geniessen konnten. Ja nu so de haut, schön war es trotzdem.

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The next day, we drove further direction Saint Lawrence Stream. The target was to be with Marcels aunt for easter. Because relationship-related communication errors, I thought we had to do the stream, (where I really wanted to go) befor we drive to the aunt, so I guided us direction atlantic coast to drive further direction north afterwards. It turned out, we had agreed to do this after our days on the farm, with more peace and satisfaction. Anyway, we finally ended up at Cap-de-Saint-Louis because of these relationship-related communication errors. There we collected a lot of garbage and enjoyed the afternoon afther this. «Ja nu so haut» it was still nice.

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#saintlouisdekent #newbrunswick #canada #kleineshausgrossergarten #draussenzuhause #reiselust  #reisenmitkindern #abenteuerfrauen #womanoverlandingtheworld
#triplets #vanlife

@nadinejasmingeissbuehler
@kleineshaus_grossergarten

Halifax — Bay of Fundy (zwischen Jogging & Shulie)

Halifax — Bay of Fundy (between Jogging & Shulie)


Bay of Fundy
Nova Scotia
Canada
2019

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Am wahrscheinlich tiefsten Punkt bei Ebbe. Probably at the lowest point of ebb. 

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Nach einer Woche , die wir in Halifax auf Hügette, und leider weiterhin vergeblich auf das nicht erschienene Gepäckstück wartend verbracht hatten, ging es endlich los. Zumindest Hügette war nun bei uns.

After a week we spent in Halifax, waiting for Hügette and unfortunately still waiting in vain for the missing luggage, we finally started. At least Hügette was with us now.

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Einige Kilometer von Halifax entfernt, befindet sich die Bay of Fundy, mit ihrem beeindruckenden Tidenhub (die Differenz des Wasserstandes während den Gezeiten) von bis zu 15 Metern. Zwischen Joggins und Shulie fanden wir einen wunderbar, einsamen Übernachtungsplatz.

Some kilometers away from Halifax, there is the Bay of Fundy with its impressive tidal range (the difference of  the water level within the tides) of until 15 meters. Between Joggins and Shulie, we found a wonderful, lonely place to stay.

 

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Langsam aber sicher kommt die Flut.  Slowly the flood is coming.

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Und auch einen wunderschön kitschigen Sonnenuntergang erleben wir. Even a beautiful and kitschy sunset we were abele to see. 

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Am nächsten Morgen dann, sehen wir die Bucht fast auf dem höchsten Stand. Ebbe und Flut wechseln sich in ungefähr 24 Stunden zweimal ab. The next morning we could see the bay on the probably highest water level point. Ebb and flood are changing in 24 hours twice. 

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Hügette


Ich hoffe ihr geniesst die Tage wo auch immer ihr seid. Von mittlerweile sechs Stunden später grüssen wir euch…

I hope you’ll enjoy the days where ever you are. From six hours later, we send some greetings…

#bayoffundy #novascotia #canada #kleineshausgrossergarten #draussenzuhause #reiselust #tidenhub #ebbe #flut #reisenmitkindern #abenteuerfrauen #womanoverlandingtheworld
#triplets #vanlife

@nadinejasmingeissbuehler

Von Pleiten Pech und Pannen und wie wir in Halifax auf Hügette und anderes warteten. Fortsetzung

Mittwoch: Die erste Nacht war kurz. Für uns noch erheblich kürzer als für die Kinder. Halifax begrüsste uns mit Schneeregen und wir verbrachten den Tag damit, in Ruhe zu frühstücken (Kinder und Marcel gingen morgens einkaufen) und die Gegend etwas zu erkunden. Am Nachmittag war Spielplatz und spazieren angesagt. Das Gepäck war noch immer nicht zum Vorschein gekommen und es zeichnete sich ab, dass Hügette noch später ankommen würde und Abends war Kind 3 leicht gepunktet. Nun waren also noch die Windpocken im Anmarsch.

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Donnerstag: Ein relativ freundlicher Tag. Die Kinder wollten unbedingt nochmals auf den Spielplatz, auf dem wir Tags zuvor waren und die Zeit raste nur so. Ein Telefonat zu Westjet ergab nichts weiter und Abends waren bereits Kind 3 und Kind 1 gepunktet. Es folgte die schlechteste Nacht überhaupt und wir fürchteten uns vor weiteren solchen.

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«Once there was some snow, now it is water for plants to grow»

Freitag: Ein wunderschöner Tag, den wir, zumindest Nachmittags im Point Pleasant Park, wo wir Meeresluft schnuppern konnten und endlich ein klein Wenig zur Ruhe kamen. Ach ja und Hügette war heute Morgen in Halifax angekommen. Yeey! Und die Nächte wurden wieder besser.

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Samstag: Viel Regen, viel Jucken, viel Müdigkeit. Einkaufen und erneuter Spielplatzbesuch mit drei müden Kindern. Auch an diesem Tag wieder unglaubliche Zeitraserei.

Sonntag: wunderschönes Wetter und dass Wissen, dass wir am nächsten Tag Hügette endlich wieder bei uns haben konnten. Und nach den unzähligen Nachforschungen der letzten Tage, hatten wir auch Hoffnung, dass das fehlende Gepäckstück doch noch zum Vorschein kommt. Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem öffentlichen Bus (Halifax und die Umgebung sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erkunden) zum Frog Pond Park mit dem See und dem Sir Sandford Fleming Park wo sich ein wunderschöner Holzspielplatz befindet. Bis hierhin war ich immer positiv und war fest davon überzeugt, dass das Gepäck zum Vorschein kommt und auch mit Hügette alles in Ordnung sein würde.

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Montag: Endlich würden wir Hügette abholen können und endlich würden wir auch das Gepäckstück wieder haben. Soweit zumindest der Plan, denn der Mensch von Westjet hatte geschrieben, dass wir, sobald der Rucksack da sei, kontaktiert würden um die Übergabe zu arrangieren. Marcel hat sich früh Morgens auf den Weg gemacht: Spediteur – Zoll – Hafen.

Leider hat tatsächlich irgendein Mensch den Fahrtenschreiber ausgebaut. Alles Andere war da wo es sein sollte. Da unsere Hügette in ihrem früheren Leben ein Schulbus war (so einer mit 14 Pätzen), war auch dieser Fahrtenschreiber, mit dem so einiges Wichtiges zusammenhängt eingebaut.

Ja nu so de haut.