Aktualität

Hallo ihr, sooo gerne würden wir den Blog aktueller haben, leider aber war WiFi und Prepaid nicht so toll in Canada und zudem braucht auch das posten immer Zeit.

Wir versuchen auf den aktuellen Stand zu gelangen und werden in den nächsten Tag wohl einiges posten. Mittlerweile sind wir in den USA, bzw. in Olympia, der Hauptstadt von Washington.

Gute Nacht, von hier und bis morgen. Und für alle die jetzt aufstehen, einen guten Morgen.

Nelson – Syringa Provencial Park – Gladstone Provincial Park

Und zägg ist schon wieder ein neuer Tag der seehr kalt ist und so geht es ab nach Nelson. Zwar hatten wir im Reiseführer gelesen, dass dieser Ort sich für einen Abstecher sehr anbietet, aber als wir bei Ankunft durch die Innenstadt fahren, sind wir doch überrascht vom Charme und Ambiente das zumindest wir, von nordamerikanischen Städten so gar nicht kennen. Wir sind früh und können die Stadt nach Besuch bei der Tourist Information und Registrierung auf einem Campingplatz auch gleich zu Fuss erkunden.

Nelson lohnt sich wirklich, denn es ist eine Künstler-, vielleicht auch Hipster Stadt, mit schönen Cafés, einem wunderbaren Spielzeugladen, einem super Bücherladen, gutem Bier, einem Spielplatz mit vielen Möglichkeiten, freundlichen Menschen und einer alten Strassenbahn die von Menschen betreiben wird die ihre Aufgabe mit Herzblut ausführen.

(Genug der Werbetrommel, aber falls ihr mal am Kootaney Lake seid, geht auf jeden Fall nach Nelson. Zumindest ich, finde die Stadt wirklich lohnenswert.)

Dafür ist die Nacht umso schlechter. Nachdem ich, (Marcel und die Kinder schlafen schon eine Weile) auch endlich eingeschlafen bin, hören wir plötzlich ein lautes Poltern, M. Ist aus dem Bett gestürzt, zwar achten wir meist und wenn möglich darauf, dass sich Hügette eher nach hinten neigt, aber in dieser Nacht steht sie nicht ganz gerade und neigt sich nach Vorne, (wir werden bald möglich noch etwas installieren, damit das Risiko des Herausfallens nicht mehr besteht).

Nach dem zweiten Einschlafkampf meinerseits, sagt Marcel plötzlich ihm sei was über den Arm gelaufen und er sei überzeugt davon, dass was weggeflogen sei als er das Kissen warf. Kaum und annähernd wieder eingeschlafen, fragt er mich, ob ich das Geräusch höre, und nun bin ich hellwach. Ein Gerumpel und Gesuche von Marcel weckt auch M. wieder und wenn M. mal wach ist, mitten in der Nacht wird es schweirig mit wieder einschlafen, er fragt ob er Bücher ansehen kann und sagt, dass er nicht mehr schlafen will und ich nehme jedes sich Bewegen und jedes Gerangge wahr.

Irgenwann um ca. halb sechs schlafen wir drei auch wieder, dafür erwachen N. und Y. um viertel vor acht. Alles in allem schlafen wir vielleicht ca. 2-3 Stunden. Und alle wohl nicht sehr tief und gut.

Marcel wollte theoretisch um 6.30 aufstehen und in einem Café arbeiten gehen, mais. Er geht dann um ca. 10.00 Uhr.

(Anmerkung der Redaktion am 11.August 2019: Er ging nicht etwa als Tellerwäscher arbeiten, sondern an seinem Laptop, wo er doch noch einiges zu erledigen hatte…)

Die Kinder und ich nehmen den Morgen gemütlich und fahren dann mit Hügette runter zum Park mit dem Spielplatz. Kaum angekommen regnet es in Strömen und wir haben keine Lust raus zu gehen. So spielen wir halt noch eine Zeitlang im Bus und entscheiden uns wenn es nicht mehr ganz so sehr regnet, nochmals eine Fahrt mit der Tram zu machen.

Wir verbringen einen super Vormittag–Mittag–Nachmittag und nachdem Marcel irgendwann um drei auch wieder zu uns kommt, steigen wir ein in unseren Van und machen uns auf immer weiter Richtung Westen.

Am Arrow Lake, bzw. Lower Arrow Lake befindet sich der Syringa Provencial Park, wir hatten ursprünglich nicht wirklich geplant hier hin zu kommen, aber wir geniessen die Tage. Direkt nach Ankunft wird von uns untersucht, ob wir denn nun wirklich eine Mitbewohnerin haben, (es war nie was angeknabbert und überhaupt hatten wir nie irgendwo Mausefäkalien oder sonst was Auffälliges entdeckt und hatten ja deshalb auch gedacht Hügette sei Mausefrei,) aber unter den Sitzen der Kinder, da wo sich alle Stromdinge etc. befinden, hat es tatsächlich so einiges an Mäusegaggis (berndeutsch für Mäusefäckalien).

Wir entscheiden uns ein Stück Käse zu platzieren und am nächsten Tag zu gucken, ob dieser noch da sei oder nicht. Und ja, so geht es, wir müssen eine Mausefalle kaufen gehen denn der Käse war weg und wir haben nun wohl etwa 4 Wochen eine Mitbewohnerin gehabt.

Am zweiten Tag gehen wir zu einem Aussichtspunkt wo wir kurz hin spazieren und verbringen dann eine zweite Nacht an einem anderen Platz mit Gewitter und viel Wind, einer mehr oder weniger guten Nacht, mit einem eher mehr als weniger mühsamen Monsieur Marcel neben mir, geht es Tags weiter Richtung Castlegar, wo wir erst noch was für unsere Mitbewohnerin kaufen, anschliessend in einen Klettergarten gehen und irgendwann erneut Richtung Vancouver fahren. Und schliesslich an einem See im Gladstone Provincial Park Camping übernachten.

Protection Mountain (siehe oben)– irgendwo in der Nähe von Canal Flats – Lockhard Provincial Park am Kootenay Lake Lake

Mitten durch den Kootenay Nationalpark, (wo wir keine Kakteen sehen), geht also weiter Richtung Fairmont Hot Springs (die wir nicht besuchen), um einen Übernacht-ungsplatz zu suchen. Erst stellt sich Angst, oder wohl mehr Frust ein, dass wir schon wieder auf einen Cam-pingplatz müssen, bis sich plötzlich eine Bootein-wasserungsstelle als perfekter Übernachtungsplatz anbietet. Wir entfalten unser Faltboot und machen eine Paddeltour. Happy Canada Day, wie wohl viele Kanadier so schön sagen.

Bei der Rückkehr an den Platz steht eine Gruppe von vier Menschen, die die Fahrer der Pacific Canada Rail kontrollieren. Wir bleiben trotzdem und geniessen den Abend. In der Nacht werden wir ca. alle drei Stunden von einem ratternden Zug aus dem Schlaf gerissen, dafür haben die Kinder bereits am Morgen ein Highlight als sie den neun Uhr Zug beim vorbeifahren beobachten können.

Die Fahrt am Kootaney Lake entlang ist wunderschön und wir entscheiden uns, zwei Nächte im Lockhard Beach Provinicial Park, gleich am See zu verbringen. Das Wetter meint es leider immer noch nicht sehr nett mit uns und wir können fast jeden Tag Regen verbuchen (und ja, Regen hat durchaus auch seine extrem schönen Seiten, aber dieser eewige Regen drückt mittlerweile doch langsam aber sicher auf unsere Gemüter). Die Tage im Provincial Park beginnen für Marcel arbeitend draussen, (da die Dame des einzigen Cafés bzw. Restaurants keine arbeitenden Gäste haben will, die nicht auf dem Hauseigenen Campingplatz reserviert sind, der sich irgendwo in einem Schattenloch am Hügel befindet und etwa doppelt so teuer ist, wie der des Provincial Parks.) Ja nu so de haut, gellt. ;»)

Für die Kinder und mich beginnt der Tag etwas gemütlicher und nach dem Frühstück geht es zum Lockhard Creek Trail wo wir ca. eine Stunde den Hügel hoch laufen, um dann, nach einer ausgiebigen Pause extrem schnell wieder unten zu sein. Den Nachmittag verbringen wir am Strand, wo die Kinder im Sand spielen und bis zum Bauchnabel im Wasser plantschen. (Und für alle die nun denken, na, da hatten sie immerhin schönes Wetter: ja an diesem Tag war warm und soweit sonnig, Abends aber hat es geregnet und Nachts auch.)

Banff – Spray Lake Road (Kananaskis Country) – Protection Mountain (an der 1A Richtung Lake Louise)

Laut unserem Kletterführer, gibt es im Kananaskis Country gute Möglichkeiten zu klettern und so machen wir uns zuerst auf Richtung Canmore, wo wir unsere Wäscheberge abbauen, unsere Vorratskammer auffüllen und dann die Strasse Richtung Spray Lake zu nehmen.

Wir finden schlussendlich einen Übernachtungsplatz und bemerken, dass wir zur Abwechslung wieder mal vergessen haben, dass bereits das nächste Wochenende ansteht und dieses erst noch ein langes, weil am 1. Juli Canada Day ist.

Genau deshalb gehen wir morgens auch eher früh los, um an der 1A auf einem der Selbstregistrierungs-Campgrounds noch einen Platz zu bekommen. Naja, wir fahren alles wieder zurück, zurück in den Banff Nationalpark, durch Banff und auf dem Transcanada Highway gleich direkt bis zur 1A.

Beim ersten Platz stehen so viele Camper an, dass wir uns entscheiden gleich wieder zu drehen um noch beim Anderen zu versuchen. Da steht zwar ein Schild, dass dieser bereits voll ist, aber wir kommen um etwa halb elf an, und um 11.00 ist Check Out Time, also entscheiden wir uns durchzufahren und finden tatsächlich einen Platz, den wir für drei Nächte reservieren. Es geht aber gleich wieder ab Richtung Banff die dringend notwendigen Dinge zu erledigen, für die wir WiFi brauchen. (Für alle die, die irgendwann in der nächsten oder übernächsten Zeit in Banff sind, am Bahnhof gibt es super Free WiFi.)

(Anmerkung der Redaktion: da wird dann auch der letzte Post gepostet, die Zeit ist aber knapp, deshalb reicht es leider nicht alles.)

Des Abends und wieder zurück auf dem Platz, recherchieren wir für andere Klettermöglichkeiten und finden eine im Sunshine Vally. (Und ja, es hätte auch gleich bei unserem Campingplatz gegeben, mehr oder weniger, aber eine Stunde Zustieg wollten wir uns und unseren Kindern nicht antun…)

Es geht es also in diesen Klettergarten, der doch einige nette Kletterei bietet und vor allem extrem kinderfreundlich ist, deshalb sind da wohl auch so einige Menschen am kraxeln. Wir können uns die Zeit gut vertreiben und die Kinder sind fleissig mit ihren Traktoren, Schaufeln, etc. am spielen und können sogar auch noch was klettern. Und nach dem wir abgeklärt und die Mehrheit (meistens geht es hier um die Kindermehrheit) sich für einen erneuten Besuch des Klettergartens entschieden hat, ist auch gleich das Programm für den nächsten Tag zusammengestellt.

So oder so, geniessen wir die Zeit. Nicht nur um uns zu bewegen in einer Sportart die wir lieben, sondern auch, weil wir wissen dass die Kinder sich da auch gut beschäftigen können und glücklich sind.

Und dann ist der erste Juli und somit Zeit weiter zu fahren…

Lake Minnewanka (Banff

Und so geht es also nächsten Tags auf, auf an den Lake Minnewanka um unsere drei tägige Paddeltour anzugehen. Wie so oft starten wir schlussendlich später als geplant, aber wir sind trotzdem früh genug am ersten Übernachtungsplatz, dass wir den Nachmittag so richtig geniessen können.

Das Leben im Zelt, mit Kanu, viel Zeit und einem sicheren Platz für die Übernachtung, ist doch etwas ganz anderes als die Tage in Hügette wo wir manchmal gerne genau solche Tage hätten, an denen wir früh bei einem sicheren Übernachtungsplatz sind und genau wissen wie der nächste Tag geplant ist.

Wir stehen semifrüh auf, frühstücken und packen alles zusammen. Dann paddeln wir weiter in Richtung des zweiten Übernachtungsplatzes. Der Wind nimmt gegen Schluss immer mehr zu, zwar haben wir zu diesem Zeitpunkt Rückenwind, aber für den nächsten Tag wäre der Wind in diese Richtung definitiv nicht gut. So oder so, finden wir den Platz, stellen unser Zelt, verstauen jegliche riechenden Dinge im Bärensafe und geniessen auch hier die Zeit die wir haben. Nach dem es irgendwann zu regnen beginnt, ziehen wir uns eine Zeit lang in unser «Familienzelt» zurück, wo wir die Zeit bis zum Abendessen, oder bis der Regen nachlässt, mit Spiele spielen und Bücher (naja, Pixi Büchern) ansehen, überbrücken.

Wir planen nächsten Tags um halb sieben aufzustehen, damit wir sicherlich früh genug auf dem See sind (der Wind nimmt unserer bisherigen Paddelerfahrung nach, nachmittags immer mehr zu).

Und so geht es nach dem Morgenessen und Zusammenpacken also los. Wir kommen recht schnell vorwärts, können nach etwa 1.5 Stunden eine Pause einlegen und nach circa 2.5 Stunden reiner Paddelzeit sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. So haben wir sogar Zeit, unsere ganzen Sachen noch zu trocknen und registireren uns dann für eine weitere Nacht auf dem Two Jack Main Campground.

Und dank zuvor vermittelten Kontakten, dürfen wir als ganze Familie sogar noch eine warme Dusche bei sehr netten Menschen geniessen. Merci dafür ihr.

Mosquito Creek (Lake Louise) – Banff

Wir entscheiden morgens, die nächste Nacht gleich wieder auf diesem Platz zu verbringen und reservieren einen etwas sonnigeren Platz (wieder einmal haben wir verpasst, dass bereits Samstag ist und es somit wohl nicht ganz einfach ist einen Übernachtungsplatz irgendwo sonst zu ergattern).

Moskito-Creek

Am Vorarbend können wir recherchieren ob es in der Nähe für uns geeignete Wanderwege gibt und entscheiden uns, den an den Bow Glacier Falls zu gehen. Dieser sehr schöne 4.6 Kilometer Trail, führt am Ufer des Bow Lake entlang, und führt dann mehr oder weniger gemächlich hinauf zu den Bow Glacier Falls. Der Bow River, ist ein grosser Fluss in Westkanada und beginnt seine Reise als Schmelzwasser, dass vom Wapta Icefield hinunterfällt. Wir geniessen die Zeit und kehren bereits um etwa drei Uhr Nachmittags zurück. Marcel geht auf und macht noch einen Trailrunnig zum North Molar Pass.

Für den nächsten Tag erträumen wir uns noch eine kurze -Faltbootfahrt auf dem Bow Lake zu unternehmen. Erst sieht das Wetter gar nicht nett aus, aber schlussendlich hat sich diese Entscheidung extrem gelohnt und die kurze Paddeltour war echt schön. Alles wieder gut verpackt, geht es nun Richtung Banff.

In Banff suchen wir einen Übernachtungsplatz und kehren nach erfolgreicher Campground- Buchung in die Stadt zurück, um Informationen für Backcountry Ausflüge, eventuelle Buchungen und Einkäufe zu erledigen. Und siehe da, wir können tatsächlich zwei Nächte Backcountry am Lake Minnewanka buchen. Jipiiieee.

Jasper Nationalpark – Icefields Parkaway – Moskito Creek (Lake Louise)

Wir erledigen noch einige Dinge in Jasper (Wäsche waschen etc.) und fahren dann spät los, auf dem Icefields Parkaway Richtung Lake Louise. Ziel ist irgendwo unterwegs zu übernachten. Bei den Athabasca Falls, können wir uns noch den allgemeinen touristischen Tätigkeiten widmen, um dann eine Nacht auf dem Honeymoon Lake Campground zu verbringen.

Athabasca Falls
Honeymoon Lake kombiniert mit Schwesterlicher Inspiration und Kitsch
Und gleich nochmals…

Der Tag war regnerisch und es wird immer kälter, deshalb nutzen wir die Zeit den Blogtext zu aktuallisieren und zu “lesen“ …

Meine gemütliche Arbeitsecke …

Am nächsten Morgen sind wir deshalb auch nicht sonderlich erstaunt, dass Schneeregen fällt. Aber was da dann für Massen von Schnee vom Himmel fällt ist doch erstaunlich. Wir halten bei den Sunwapta Falls und entscheiden uns den kurzen Trail bis zu den Lower Sunwapta Falls auch zu laufen, wohlgemerkt warm eingepackt. Und wir können sogar zwei Schneemenschen bauen. Und dies am 21. Juni. Warm ist anders, aber ja nu. Wieder in unserer netten Hügette, fahren wir weiter auf der 93, und irgendwo geht gar nichts mehr. Wir hatten die Rettungsfahrzeuge bereits beim Parkplatz am Sunwapta Fall gehört und zwei/drei auch gesehen, irgenwann kam uns auch eines wieder entgegen, aber wir warteten ca. 1 Stunde, um dann endlich von einem Park Canada Menschen informiert zu werden, dass es noch etwa eine weitere Stunde dauern würde, bis es weiter geht. Wir entschieden uns auch weiter zu warten und erreichten dann unser Tagesziel trotzdem, wenn auch etwas später und etwas verschneiter als ursprünglich erwartet.

Welcher Schneemensch hat wohl wer gemacht?

Und da sind auch noch drei von diesen…

Übernachtung im Schnee …

Am nächsten Morgen war es nass und kalt und der Schnee wollte nicht wirklich weichen. Die gemeldeten Temperaturen waren auch nicht besser und so entschieden wir uns weiter Richtung Lake Louise zu fahren, es bringt Nichts in Schnee und Kälte auszuharren um dann an dem einen Tag was machen zu können. Die Fahrt bis Lake Louise ist sicherlich extrem schön, nur leider hatten wir natürlich nicht diese Aussicht auf Gipfel und Gletscher wie in all den Reiseführern und Werbungen beschrieben.

Nett war es allemal. In Lake Louise gibt es einen kurzen Einkaufs- und Informationsstopp und nachdem wir den Overflow Camping gesehen haben, kehren wir direkt wieder um und schlafen dann nett und gut auf dem Mosquito Creek Self Register Campground (dem Namen hat er aber nicht die Ehre erwiesen, gut für uns).

Mount Robson Provincial Park – Jasper National Park

Die Fahrt vom Mount Robson Park nach Jasper führt uns direkt an einen See, wo wir kurzentschlossen eine Faltboot Session einlegen. Auch gäbe es da wohl einen weiteren sehr schönen Trail, aber sowas wollen wir unseren Kindern nicht gleich wieder aufbürden.

Die Fähigkeit mich selbst gut in Szene zu setzten, kann ich definitiv nicht mein Eigen nennen.

Der Ausflug ist schön und wir treffen ein Paar, dass so begeistert ist von unserer Unternehmung und dem Faltboot und überhaupt, dass wir etwa eine halbe Stunde mit diesen Menschen sprechen und sie uns jegliche Empfehlungen fürs Klettern in der Umgebung von Vancouver geben und überhaupt ein paar Dinge aufschreiben, die wir in BC unbedingt sehen müssten. Wir sind gespannt was uns an den jeweiligen Orten erwartet.

In Jasper (und wir merken den Unterschied von Mai zu Juni sehr, ich meine Menschenmengentechnisch), ist nach kurzem Abstecher in der Touristinformation klar, dass da wohl so einiges mehr los ist. Die Campingplätze sind mehr oder weniger voll. Zum Glück gibt es aber auch solche, die nicht vorher reserviert werden können und auf genau so einem finden wir einen Platz. Mitten in den Rockies mit einer Aussicht auf die Gipfel, die in uns Vorfreude auf die Tage hier weckt. Um etwa fünf halb sechs kommt ein Wind auf der doch so einige mehr schlecht als recht fixierte Zelte zum wackeln bringt und die «Rettungsaktion Zelte anderer Menschen sichern I». (Eine weitere folgt zu einem späteren Zeitpunkt.. (gellt ihr Beiden)). Für die Menschen die den Wind nicht erleben, sehen wohl die an einen Tisch angelehnten, verkrümmten Zelte eher nach Randalierern aus, als nach einer nett gemeinten Rettungsaktion. Ja nu.

Den nächsten Tag (zumindest einen Grossteil davon) verbringen wir mit Einkaufen, Informationen sammeln, Kletterliteratur ersteigern, spielen und netten Spielplatzgesprächen und den Abend und die Nacht auf einem Campingplatz in der Nähe des Klettergartens mit einem wunderschönen Fluss.

Einmal vergängliches Sandkugelwerk, hier bitteschön … (Wie viele Kugeln sind es?)

Der Klettergarten wurde als einer der Besten in Jasper und Umgebung angepriesen. Der Weg führt über einen schmalen Weg und es dauert etwa eine halbe Stunde vom Parkplatz bis wir da sind. Die Kletterei ist zwar schön, hat uns aber nicht extrem beeindruckt, vor allem wenn wir uns denjenigen in Thunder Bay in Erinnerung rufen.

Abends geht es dann wieder auf den Campingplatz von der letzten Nacht und es startet irgendwann die «Rettungsaktion Zelte anderer Menschen sichern II», die Beiden danken es uns aber mit einem kalten Bier und netter Gesellschaft.

Nächsten Tags geht es für uns zum Maligne Lake, wo wir unser Faltboot entfalten und einen Abstecher auf den besagten See machen. Wir paddeln bis zum ersten Backcountry Campground, machen da eine kurze Pause und dann geht es zurück, gegen Wind und Regen.

Am Abend zuvor hatten wir entschieden, die gleichen Plätze nochmals zu reservieren und mit unseren Platznachbarn den Abend zu verbringen und so kehren wir erneut auf jenen Campingplatz zurück. Und hier nun offiziell: Danke für den netten Abend, eure Gesellschaft, dass ihr unsere Abwaschmaschine wart und überhaupt, vielleicht ja auf bald…

Bemerknisse

Zwar hätten wir in der Zwischenzeit einen Bären sehen können, aber Erstens: Gibt es diese unwahrscheinlich blöden, einfältigen, unüberlegten Menschen, die nicht etwa nur ihr Fahrzeug (kurz) anhalten und aus den runtergekurbelten Fenstern raus fotografieren, sondern die tatsächlich aussteigen und sich quasi direkt vor den Bären setzen um ihn zu fotografieren (am Besten noch mit Selfiestick) und Zweitens: Gibt es diese unwahrscheinlich blöden, einfältigen, unüberlegten Menschen, die tatsächlich aus den Autos aussteigen und sich quasi direkt vor den Bären setzen um ihn zu fotografieren (am Besten noch mit Selfiestick) Wer will da tatsächlich auch noch irgendwie aus dem Auto raus fotografieren? und Drittens: Gibt es diese unwahrscheinlich blöden, einfältigen, unüberlegten Menschen, die tatsächlich aus den Autos aussteigen und sich quasi direkt vor den Bären setzen um ihn zu fotografieren (am Besten noch mit Selfiestick). Genau!

Fort St. John – Mount Robson Provincial Park (Zusammenfassung)

Die Zeit in Fort St. John vergeht schnell. Nicht nur weil uns die Drei so nett aufnehmen, sondern auch, weil wir erneut einen Einblick in das Leben auf einer Farm haben können und sich dieses in vielerlei Hinsicht von dem in St. Brigide d’Iberville unterscheidet.

Wer genau hinschaut, sieht ein paar Kinder und einen erwachsenen Menschen
in der Führerkabine des JOHN DEERE Traktors …

Die Empfehlung dem Verlauf des Peace River’s Richtung Hudson’s Hope zu folgen, ist definitiv lohnenswert. Auch im Hinblick darauf, dass ein relativ grosser Teil des Tales bald wegen eines Staudamms überflutet wird. Die Nacht verbringen wir irgendwo auf einer Raststätte und endlich kann ich Marcel beweisen, dass Elche ohne Probleme schwimmen können und diese nicht plötzlich auf irgendwelchen Inseln gefangen sind. Muahahaha. Denn wir können eine Elchdame bei ihren abendlichen Schwimmlängen beobachten.

Es geht also anderntags weiter Richtung Mount Robson und unterwegs schlafen wir in einem Provincial Park kurz vor Prince George. Da (also in Prince George) machen wir am nächsten Tag einen Abstecher um einige Erledigungen zu machen und dann schleunigst weiter zu fahren, Immerhin kriegen wir da die Empfehlung dem jüngsten Provincial Park von BC, nämlich dem Chun T’oh Whudujut oder Ancient Forest Park einen Besuch abzustatten und es lohnt sich wirklich diesen zu sehen. Und je näher wir den Rockies kommen, desto entspannter werden wir. Nicht nur weil uns der Aufenthalt bei meiner Cousine entspannt hat, sondern auch weil wir wissen, dass nun wohl die Zeit der langen Distanzen, die wir an einem Tag zurücklegen müssen langsam aber sicher zu Ende geht.

Der Chun T’oh Whudujut Provincial Park, es ist schwer den Eindruck in Bildern festzuhalten.

Beim Informations-Zentrum des Mount Robson Provincial Park, können wir für die Nacht des nächsten Tages einen Platz auf einem Campingplatz im Backcountry, bzw. am Kinney Lake buchen. Und so geht es am nächsten Tag auf den (legendären) allerseits bekannten Berglake Trail. Die Kinder tragen das erste Mal selber ihre ganzen Schlafutensilien, wie Mätteli, Schlafsack, Kuscheltier und auch ihre Regenkleider, in ihrem Rucksack mit. Der Weg zum Campground am Kinney Lake führt über sieben Kilometer, am schönen Robson River entlang der auf seinem Weg zum Pazifik ist, um dann dem Ufer des Kinney-Lake entlang.

Abendregen am Kinney Lake

Die Nacht im Backcountry ist ruhig, zwar regnet es, aber die Wettervorhersage für den darauffolgenden Tag ist sonnig. Marcel geht früh morgens los, um bis hin zum Berglake zu joggen, der dem Trail auch seinen Namen gibt.

Wir wachen unterdessen am Kinney Lake  gemütlich auf und können bei Sonnenschein frühstücken. Nachdem Marcel von seinem Trailrunnig zurück ist und wir in unseren Rucksäcken alles wieder kompakt verstaut haben, geht es also Richtung Tal. Die ersten Kilometer können wir noch relativ ohne Probleme bewältigen, aber wir merken, dass für unsere drei Vierjährigen die letzten zwei Kilometer extrem anstrengend sind. Zwar geht es nur noch bergab, aber zumindest ich, weiss aus eigener Erfahrung, dass das runterlaufen manchmal noch an den letzten Kräften zerrt und so erst recht bei diesen sechs jungen Beinen. Aber die drei machen das unglaublich gut. Die letzte Nacht verbringen wir erneut auf einem Campingplatz im Tal.

Bemerknisse

Mäuse mögen uns. Denn wir hatten wohl Besuch in unserer Hügette. Plötzlich waren da Kekse angeknabbert und hie und da fanden wir auch Mäusefäkalien oder in anderen Worten mycke lite Muusegaggi. Auf jeden Fall und zur Beruhigung aller die ab dieser Vorstellung fast losschreien: Die Maus ist wieder ausser Haus. Zumindest hätten wir keine Anzeichen einer Mitbewohner*In mehr bemerkt.

Saskatoon Island Provincial Park (Grand Prairie)

Wir erhoffen uns unterwegs zweischen diesem Recreational Area und Fort St. John einen guten Übernachtungsplatz zu finden. Natürlich würden wir auch einen Guten finden, nur ist der doch noch etwas gar weit entfernt von unserem Ziel. Es ist uns klar: Wir werden mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit bereuen, dass wir diesen Platz nicht nehmen, (naja, wir haben ja unsere Lehren aus solchen Situationen doch schon einige Male gezogen) trotzdem gehen wir das Risiko ein, und es kommt wie es kommen muss…

In Grand Prairie finden wir dann doch noch einen Schlafplatz im Provincial Park. Und um unsere Nerven zu beruhigen, nehmen wir uns an diesem Abend die Zeit, nach dem Abendessen eine kurze Kanufahrt zu unternehmen. Der Himmel zeigt sich zu unserer Freude in allen verschiedenen Variationen.

Nächsten Tags dann, geht es zu meiner Cousine, die mit ihrem Partner und Kind in der Nähe von Fort St. John wohnt und wir geniessen die Zeit da, die Gesellschaft und Überhaupt. Deshalb hier schon mal: MERCI IHR DREI!