Grand Canyon

Es geht also weiter in in den Grand Canyon. Natürlich werfen wir noch einen Blick runter, aber die Fahrt war lange und wir sind froh, wenn wir auf unseren Übernachtungsplatz können.

Bei der Einfahrt bemerken wir, dass beim Campsite vor uns, zwei Berner ihren Van aufgestellt haben und wir kommen ins Gespräch. Es gibt Menschen, bei denen bereits bei Beginn des Gespräches Sympathie und Gesprächsstoff vorhanden ist und es gibt jene Menschen, mit jenen es schon nach fünf Minuten nichts mehr zu bereden gibt und eine komische Stille entsteht. Monika und Beat gehörten definitiv zur ersteren Sorte und wir entscheiden uns auch gleich zusammen «Znacht zässe». Die Zwei sind extrem sympathisch und auch sie wollten eigentlich die Panamericana machen. Es ist aber wie es ist und sie entscheiden sich aus diversen Gründen, wieder umzukehren und landen wieder in den USA und mit uns auf dem gleichen Campingplatz.

So oder so, danke für die guten Gespräche, den schönen Abend, die netten Gesten und diese herzliche Begegnung mit euch. Ich lese immer wieder gerne, wie es euch wohl so ergeht und wir hoffen wir sehen euch in der Schweiz wieder. Häbet Sorg.

Am zweiten Tag im Grand Canyon gehen wir auf Shuttle Bus Tour und machen eine Wanderung auf dem South Rim Trail und wir geniessen die Aussicht und das Wetter.

Und nach dem wir am Vorabend den Campsite für eine weitere Nacht reserviert haben, geht Marcel früh morgens auf den ersten Shuttle Bus, um an den Colorado River, runter in den Canyon und wieder hoch, ein Trailrunning zu machen. Ich verbringe derweil einen gemütlichen Morgen mit den Kindern und just im Moment wo wir uns von Beat und Monika verabschieden, taucht Marcel, nach 3.5 Stunden Laufzeit, auch schon wieder auf. Seine Beine sind sich nicht gewohnt zuerst einen Berg runter zu springen und erst danach rauf, weil er klagt noch Tage nach diesem Run über Muskelkater. (Kchchch).

Am gleichen Tag nehme ich mir auch mal wieder einen Nachmittag alleine und während Marcel mit den Kindern irgendeinen Ausflug macht, geniesse ich die ersten Stunden alleine im Van um dann irgendwann loszugehen, den späteren Nachmittag im Shuttlebus zu verbringen (nicht den ganzen) um spätestens für die Abenddämmerung beim Grand Canyon zu sein und den Sonnenuntergang zu geniessen.

Für den nächsten Tag ist geplant Richtung Pazifik zu fahren.

Sasquatch Provincial Park – Vancounver – Squamish

Da meine Mama uns für drei Wochen besuchen kommt und einen Tag später in Vancouver landen wird, wollen gehen wir früh auf um möglichst auf einem Provincial Park in der Nähe von oder direkt in Vanouver einen Campground zu bekommen.

Wir informieren uns auf der Touristinformation, auf Websites, aber irgendwie gibt es da nicht wirklich DEN GÜNSTIGEN CAMPGROUND SCHLECHTHIN, und so landen wir schlussendlich auf einem sehr teuren aber immerhin zentrumsnahen Platz, den wir deshalb beim umsehen auch nur reservieren um uns für die nächsten Nächte, bis wir meine Mama treffen noch anderswo einzunisten. (Hmm) So landen wir schlussendlich in Squamish, dem «Yosemite» von Canada, mit Granitwänden und netter Kletterei.

Wir suchen lange, bis wir einen Übernachtungsplatz finden und ja, hier werden wir dann auch wieder von Mäusen beehrt (wohl aber eher geplagt) und die Nacht ist wegen den genannten Gründen natürlich nicht sehr nett. Den nächsten Tag geniessen wir in Squamish, wir fahren mit den ÖV in das Städtchen, kaufen Kletterliteratur, informieren uns über Möglichkeiten mit Kindern und gehen auf einen wunderbaren Spielplatz.

Ich fürchte mich vor der nächsten Nacht (naja, mehr vor Marcels Jagdinstinkt und dem nicht schlafen können allerseits, als vor der Maus spezifisch. Nachdem ich todmüde bin und bereits in Hügette eingerichtet schlafen will, machts zägg und eine weitere Maus, diesmal eine von Squamish ist dem Duft des Apfels gefolgt und somit in die Falle gegangen. Entschuldige Maus 2, wirklich, und RIP.

Kurz darauf höre ich ein Rascheln und bemerke, dass noch eine weitere Maus im Bus unterwegs ist. Ich hatte in der Vornacht beim Nicht-Schlafen-Können recherchiert, ob das öfters Vorkommt und JA dass kommt es. Wir hatten schon in der Vornacht besprochen, dass wir wohl einfach im Zelt übernachten, falls wieder Mäuse unterwegs sind. Denn, Schlaf haben wir beide dringendst nötig. Also Zelt aufstellen, Matratzen ins Zelt, Babyphon, und schlafen.

Es war eine Wohltat wieder mal so richtig schlafen zu können. Leider müssen wir nächsten Tags, bzw. Am Mogen noch einen weitere Maus den ewigen Jagdgründen übergeben. Sorry Maus 3 and rest in peace!

Vielleicht haben nun einige das Gefühl, dass wir den Mäusen wenigsten eine weitere Chance hätten geben können, ja wir hätten Lebendfallen kaufen können (nur gibt es das hier eher selten), oder wenigsten selber welche bauen können und ja, wir hätten ja nicht glich solche Fallen kaufen müssen. Nur wird bei Schlafmangel da nicht mehr extrem viel darüber nachgedacht.

Immerhin kaufen wir am nächsten Tag Maschendraht, um das Loch, bei dem die Mäuse mit grosser Wahrscheinlichkeit eindringen konnten, zu schliessen.

Seit dem ist nun wirklich Ruhe. Zumindest mehr oder weniger, denn Marcel ist doch leider Mäusetechnisch schon etwas paranoid. Ja nu. Weiteres folgt hoffentlich bald.

Protection Mountain (siehe oben)– irgendwo in der Nähe von Canal Flats – Lockhard Provincial Park am Kootenay Lake Lake

Mitten durch den Kootenay Nationalpark, (wo wir keine Kakteen sehen), geht also weiter Richtung Fairmont Hot Springs (die wir nicht besuchen), um einen Übernacht-ungsplatz zu suchen. Erst stellt sich Angst, oder wohl mehr Frust ein, dass wir schon wieder auf einen Cam-pingplatz müssen, bis sich plötzlich eine Bootein-wasserungsstelle als perfekter Übernachtungsplatz anbietet. Wir entfalten unser Faltboot und machen eine Paddeltour. Happy Canada Day, wie wohl viele Kanadier so schön sagen.

Bei der Rückkehr an den Platz steht eine Gruppe von vier Menschen, die die Fahrer der Pacific Canada Rail kontrollieren. Wir bleiben trotzdem und geniessen den Abend. In der Nacht werden wir ca. alle drei Stunden von einem ratternden Zug aus dem Schlaf gerissen, dafür haben die Kinder bereits am Morgen ein Highlight als sie den neun Uhr Zug beim vorbeifahren beobachten können.

Die Fahrt am Kootaney Lake entlang ist wunderschön und wir entscheiden uns, zwei Nächte im Lockhard Beach Provinicial Park, gleich am See zu verbringen. Das Wetter meint es leider immer noch nicht sehr nett mit uns und wir können fast jeden Tag Regen verbuchen (und ja, Regen hat durchaus auch seine extrem schönen Seiten, aber dieser eewige Regen drückt mittlerweile doch langsam aber sicher auf unsere Gemüter). Die Tage im Provincial Park beginnen für Marcel arbeitend draussen, (da die Dame des einzigen Cafés bzw. Restaurants keine arbeitenden Gäste haben will, die nicht auf dem Hauseigenen Campingplatz reserviert sind, der sich irgendwo in einem Schattenloch am Hügel befindet und etwa doppelt so teuer ist, wie der des Provincial Parks.) Ja nu so de haut, gellt. ;»)

Für die Kinder und mich beginnt der Tag etwas gemütlicher und nach dem Frühstück geht es zum Lockhard Creek Trail wo wir ca. eine Stunde den Hügel hoch laufen, um dann, nach einer ausgiebigen Pause extrem schnell wieder unten zu sein. Den Nachmittag verbringen wir am Strand, wo die Kinder im Sand spielen und bis zum Bauchnabel im Wasser plantschen. (Und für alle die nun denken, na, da hatten sie immerhin schönes Wetter: ja an diesem Tag war warm und soweit sonnig, Abends aber hat es geregnet und Nachts auch.)

Von Pleiten Pech und Pannen und wie wir nun in Halifax auf Hügette und anderes warten… Teil_1

Endlich ist es soweit und unsere Reise hat begonnen. Das Ganze wurde uns bis hierhin nicht leicht gemacht. Zur Zeit warten wir in Halifax auf die Ankunft von Hügette und einem fehlenden Gepäckstück und fristen das Dasein in einer Ferienwohnung um endlich wirklich loslegen zu können. Aber nochmals von Vorne.

Während des Wochenendes vom 23. – 24. März mussten wir Hügette bepacken, von Innen und Aussen reinigen, nach Antwerpen fahren, um sie am 25. März bei der Rederei im Hafen abzugeben. Geplant war ursprünglich, dass Marcel am 24. alleine losfährt und ich mit den Kindern Zuhause die Wohnung weiter ausräume, weil wir für diese am 1. April Abgabetermin hatten. Es kam, wie es kommen musste, am Freitag bekam Marcel 39° Fieber. Wir hofften, dass er bis Sonntag wieder gesund ist und trotzdem fahren kann, und so organisierten wir für den Samstag jemanden für unsere Kinder, zum Glück gibt es so tolle Nachbar*innen. Den ganzen Samstag über packte ich alle restlichen Dinge und putzte Hügette so sehr, dass sie glänzte. Marcel hatte seine Kleider und alles Sonstige glücklicherweise schon zuvor gepackt, denn er lag fiebrig im Bett. Auch am Sonntag Morgen zeigte das Fieberthermometer immer noch um die 39° Grad an und so entschieden wir spontan, dass wir Beide fahren und die Kinder irgendwo unterbringen. Auch in diesem Moment, durften wir die Hilfe von Menschen zählen und konnten so mit der Gewissheit losfahren, dass es unseren Kindern diese Tage auf jeden Fall gut geht.

Auf der Fahrt nach Halifax

Die Fahrt verlief problemlos. Am nächsten Morgen früh aufgestanden um Hügette nochmals zu waschen von Aussen (Canada ist rigoros im Umgang mit Erde in Reifen etc.) sind wir nun aber leider bei der Waschanlage angestanden, die erst um 08.00 öffnete. Endlich auf dem Weg zum Hafen, sahen wir schon von Weitem die Kolonne mit den Lastwagen und ja, die wollten tatsächlich alle dahin wo wir. Um ca. 10.00 waren wir endlich da und erfuhren auch wieso diese ganzen Lastwagenfahrer alle warten mussten: Computerabsturz. Einige warteten schon seit 06.00 Uhr morgens. Wir kamen glimpflich davon und konnten nach ca. 2 Stunden schon wieder gehen, die Reise von Hügette war nun nicht mehr in unseren Händen. Bye Bye.

BYE BYE HÜGETTE
Dafür genossen wir (mehr oder weniger) noch den Nachmittag in Antwerpen.