Vom Zion bis zum Lake Powell

Da uns die Strasse zum Zion Nationalpark direkt beim Brice Canyon vorbei führt, machen wir da einen Abstecher und wandern kurz vom Sunrise Point zum Sunset Point. Schön ists so oder so.

Die Einfahrt in den Zion Nationalpark ist eine der beeindruckendsten Strassen die wir bisher ge- fahren sind. Da fährt mensch durch diesen Tunnel, (wohl überhaupt der erste so richtige Tunnel auf dieser Reise, und immerhin eine Meile lang), und kann schon vom Tunnel aus zwischendurch einen Blick auf diese wunderschöne Landschaft werfen. Und wenn sich dann nach dem Tunnel der Blick auf dieses Sandstein-Bergpanorama eröffnet, wundert mensch sich nicht, dass der Zion als das Yosemite Valley aus Sandstein bezeichnet wird. Überall sehen wir wunderschöne Fels- wände und freuen uns schon darauf, da dann klettern zu gehen.

Aber der Zion NP ist zugleich auch einer, den wir von allen bisher besuchten, als sehr überlaufen wahrnehmen. Die Menschenmassen, die sich in ihren Camper und Autos ihren Weg durch die Strassen bahnen ist enorm. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass jegliche Campgrounds voll sind. Wir entscheiden uns wieder aus dem Park rauszufahren und landen schluss- endlich etwa dreissig Minuten vom West Eingang entfernt auf einem gratis Übernachtungsplatz. Immerhin ist dieser wirklich nicht schlecht.

Am nächsten Tag wollen wir eigentlich klettern gehen, wir fahren also in den Park um zur Wand zu fahren, nur das Zion Valley an und für sich ist bis Mitte oder sogar Ende Oktober nur per Shuttlebus erreichbar. So verlieren wir an diesem Tag extrem viel Zeit und entscheiden uns deshalb, an einen anderen Ort fahren um zu klettert. Auch nicht die Beste Entscheidung, weil die Wand nach Süden ausgerichtet ist (ja das hatten wir schon einige Male nun) und es bald viiiieeel zu warum ist. Naja um zu einem Schlusspunkt zu kommen, wir sind viel rumgefahren, haben aber nicht sehr viel gemacht an diesem Tag. Die Nacht verbringen wir wieder auf dem Stellplatz ausserhalb.

Für den darauffolgenden Tag ist ein Arbeitstag eingeplant, wir suchen einen Spielplatz, direkt beim Dorf am Eingang des Zion NPs. Marcel arbeitet, die Kinder und ich verbringen den Vormittag auf dem Spielplatz und entscheiden uns, dann mit dem Shuttlebus noch in den Park zu fahren, so können wir recherchieren wie das alles läuft und die Kinder sehen nicht nur Spielplatz, sondern auch noch was Anderes. Der Bus-Chauffeur bei der Rückfahrt hat so einiges zu erzählen und die Fahrt ist deshalb höchst unterhaltsam, unter vieelem Anderem erzählt er von einem Felsbruch, der so viel Staub ausgelöst hatte, das im Tal fast nichts mehr zu sehen war. Verletzt wurde niemand, es befanden sich nur Menschen in der Mitte des Trails, der vom Felssturz betroffen war.

Es geht dann wieder zurück auf den kostenlosen Über- nachtungsplatz und wir gehen am nächsten Tag früh auf, um einen Platz auf dem Campground zu ergattern und doch noch im Zion klettern zu gehen. So also kommen wir endlich doch noch zum klettern, mehr und weniger. Immerhin eine Nacht können wir noch auf einem Campsite im Park verbringen.

Wir stehen wieder früh auf und wandern dann auf den Angels Landing. Ja wir waren mit drei vier- jährigen Kindern auf dem Angels Landing. Ja sie hatten Spass, trotz 8km Distanz und 450hm und einem ausgesetzten Schlussaufstieg. Und ja, wir sind verantwortungsvolle Eltern, weil wir wissen was unsere Kinder können, wir uns solches Gelände gewohnt sind und einschätzen können.

Ob die Beiden wohl verwandt sind?

Ob die Beiden wohl verwandt sind?

Die Schönheit und Ausgesetztheit dieser Felsnadel zieht grosse Menschenmassen an. Dementsprechend viele und verschiedene Personen trifft Mensch auf diesem Weg an. Solche, die sich vermutlich das erste Mal auf einem solch anspruchsvollen Weg bewegen und sich mit grosser Angst festklammernd an den Ketten Richtung Gipfel hangeln.

Die Unsicherheit dieser Menschen hat uns sehr Angst bereitet und genau sie wiederum, schütteln nur den Kopf ab Leuten, die wie wir mit einem oder zwei Kindern an der Hand relativ locker, ohne die Ketten überhaupt benutzen zu können (mit zwei Kindern an der Hand schwer möglich) an ihnen vorbei spazieren.

Hier ist der Felsbruch von dem der Buschauffeur (siehe oben) gesprochen hat, gut zu sehen, das ganz helle, sandige ist Staub.

So sind die Grenzen und auch die Wohlfühlzonen jedes Menschen nach Erfahrung und Fitness- stand sehr unterschiedlich. Wir genossen die Wanderung jedenfalls sehr und konnten uns durchwegs in unserer Wohlfühlzone bewegen.

Am Nachmittag machen wir uns dann auf, Richtung Lake Powell, wo wir einen Campsite reserviert haben.

Am Lake Powell verbringen wir wunderschöne Tage und geniessen die Zeit, die wir am und auf dem See verbringen können.

Marcel arbeitet und ich versuche den Blog etwas aktueller zu bekommen. (Naja, gscheii nüt schlimmers, aber wir haben es leider trotzdem nicht geschafft. Aber das ist ein Thema für sich.. ).

Der rote Staub wird Abends im Becken abgewaschen.

Wir verbringen einen wunderschönen Abend in netter Gesellschaft mit zwei sehr interessanten Menschen. Danke nochmals für den Wein, das Feuer und die guten Gespräche.

Und nun auf in den Grand Canyon!

5 Kommentare zu „Vom Zion bis zum Lake Powell

  1. Isch mega interessant, euer Erläbnis ds läse. U sehr beidruckend die wunderschöni Landschaft, da lehre mir doch wieder öppis vor Wält kenne!
    U euer Büeble si eifach megahärzig!!
    Es liebs Grüessli us Oberhünige,
    Irene

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  2. Hallo Zäme, freue mi jedes mau öpis vo euch ds gseh u ds ghöre. Dir machet das super… ig finges sooo schön trouet dir öine Ching so öpis zue… Ching si viu robuschter aus viu ging gloube… u so öpis dörfe ds erläbe isch sehr Kostbar für ds ganze Läbe.
    Häbets witerhin wunderschön u ganz liebe Grüessli us Neuennegg

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